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14.08.2025

Abwärme nutzen: Vom Potenzial zur wirtschaftlichen Lösung

Deutschland steckt voller ungenutzter Energie: Jedes Jahr fallen in der Industrie rund 241 TWh Abwärme an. Das entspricht der Heizenergie von Millionen Haushalten – und doch wird ein Großteil dieser Wärme nicht genutzt. Industrieanlagen, U-Bahnen, Kläranlagen produzieren Hitze, die direkt verpufft. Gleichzeitig steigt der politische Druck: Wärmenetze müssen zunehmend auf erneuerbare Energien und Abwärme setzen – ab 2030 zu mindestens 30 %, ab 2045 zu 100 %.

 

Die Chancen sind riesig – sowohl für die Klimaziele als auch für die wirtschaftliche Effizienz kommunaler und privater Wärmenetze.

Viele Ideen, wenige Projekte

Eine aktuelle Umfrage der ASEW zeigt:

  • 60 % der Stadtwerke haben erste Abwärmepotenziale identifiziert.

  • 30 % nutzen bereits konkrete Quellen.

  • Nur 10 % setzen Projekte tatsächlich um.

Warum die Diskrepanz? Technische Hürden, wirtschaftliche Unsicherheiten und komplexe rechtliche Rahmenbedingungen bremsen die Umsetzung. Zudem fehlen oft verlässliche Daten über Standort, Temperatur oder Verfügbarkeit der Quellen.

Die Herausforderung: Daten + Wirtschaftlichkeit

Abwärme klingt einfach, ihre Nutzung ist es nicht. Stadtwerke brauchen:

  • Klare Daten über Quellen, Temperaturverläufe und zeitliche Verfügbarkeit

  • Wirtschaftlich belastbare Konzepte, die Investition, Betriebskosten und CO₂-Einsparung berücksichtigen

  • Regulatorische Sicherheit und Transparenz

Nur mit diesen Bausteinen wird aus einer Idee ein realisierbares Wärmekonzept.

Potenziale sichtbar machen

Hier kommt das Abwärmekataster ins Spiel: Über 25.000 Quellen von mehr als 3.000 Unternehmen – das entspricht rund 241 TWh pro Jahr. Die Topregionen: Rhein-Ruhr, Bremen/Bremerhaven, Leipzig/Halle.

Mit dem Kataster können Stadtwerke und Unternehmen direkt erkennen, welche Wärmequellen existieren, wann sie verfügbar sind und welche Temperaturen sie liefern.

Abwärmekataster-Daten:Hier herunterladen

 

Von der Idee zur Lösung mit Edgar

Aber Daten allein genügen nicht. Genau hier setzt Edgar an:

  1. Daten einbinden: Temperaturverläufe, Verfügbarkeit, Standort direkt ins Tool laden

  2. Technik & Netz modellieren: Heizzentrale, Verbraucher, Investitions- und Betriebskosten transparent abbilden

  3. Optimieren: Wärmelösungen auf Zielgrößen wie Preis, EE-Anteil, Rendite abstimmen

  4. Kennzahlen auf einen Blick: Technisch und wirtschaftlich belastbare Lösung sofort verfügbar

So wird aus einem ungenutzten Potenzial ein tragfähiges, wirtschaftliches Wärmekonzept – datenbasiert und realitätsnah.

 

Neben der technischen Machbarkeit spielt die ökonomische Dimension eine zentrale Rolle. Hier kommen Fördermöglichkeiten ins Spiel: Die BEW unterstützt Projekte von der Machbarkeitsstudie über Transformationspläne bis hin zu Investitionszuschüssen. Mit diesen Mitteln lassen sich Investitionen gezielt steuern und die Rentabilität steigern.

Chancen nutzen

Abwärme ist nicht nur ein Klimathema. Sie ist ein wirtschaftlicher Vorteil, den Stadtwerke und Unternehmen nutzen können, um Energie effizient einzusetzen, Kosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

 

Jetzt mit Edgar Potenziale analysieren: Prüfen Sie, welche Abwärmequellen in Ihrer Region verfügbar sind, wie sie technisch eingebunden werden können und welche wirtschaftlichen Chancen sich daraus ergeben.

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