Beim Wärme-Contracting beauftragen Wohnraum-Eigentümer einen Contractor (spezialisierten Dienstleister) mit der Lieferung von Wärme (z. B. Heizung und Warmwasser). Der Contractor übernimmt dann die Verantwortung für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Anlage gegen ein Entgelt – den Wärmepreis.
Dazu muss ein Contractor eine Vielzahl unterschiedlicher und teilweise komplexer Prozesse sicher und nachhaltig managen und benötigt hierfür ein breites Spektrum an Spezialisten und Tools. Die Aufgabe von Edgar ist es, Contractoren durch klare, rollenbasierte Abläufe auf einer einheitlichen Datenbasis innerhalb eines Tool bei der Koordination ihrer komplexen Aufgaben optimal zu unterstützen.
Wärmekunden und Verbraucher wollen sowohl zuverlässig als auch zum niedrigsten Preis versorgt werden. Der Contractor benötigt gleichzeitig eine gute Rendite über den gesamten Lebenszyklus seiner Energieanlage.
Ein Contractor muss dazu verschiedene Einflussfaktoren aktiv managen:
den unvorhersehbaren Energiemarkt, insbesondere die Volatilität von Energieverfügbarkeit und -preisen,
die Freiheit seiner Wärmekunden, selbst Wärme zu erzeugen – und damit seine Anschlußquote zu senken,
die Kapitalkosten seiner Investitionen, i.d.R. abhängig vom Finanzmarkt,
die permanente Entwicklung der Wärmetechnik - Wirkungsgrade, Betriebsarten und Systemkosten,
unabsehbare regulatorische Rahmenbedingungen.
Deshalb ist eine permanente und ganzheitliche Bewirtschaftung von Wärmeanlagen für den Erfolg der Contractoren „mission critical“. Die Digitalisierung muss dazu den gesamten Lebenszyklus - von der Planung, über den Betrieb einschließlich permanenter technischer Mitigation bzw. Erneuerung bis hin zur Ersatzinvestition im Bestand - ganzheitlich und ohne Medienbruch abbilden können.